Hintergrundinformation

Gerdatheresia Kleinschmidt arbeitet seit 1993 als "Volunteerworker" auf der Insel Mindanao in den Philippinen und hat in dieser Zeit mehrere erfolgreiche Projekte durchgeführt. Dabei arbeitete sie eng mit verschiedenen Organisationen zusammen.
Frau Kleinschmidt ist gelernte Krankenschwester, Heilpraktikerin und wurde ausgebildet suchtkranken
Menschen therapeutisch zu helfen. Sie spricht unter anderem fließend Cebuano,
diese Sprache wird im Süden der Philippinen gesprochen, und Cebuano/ Manobo,
die Sprache der Ureinwohner in Mindanao.
Projekte:
1993 -1997
In Maramag, einem Ort in den Bergen von Bukidnon (Mindanao) hat sie
mit Hilfe der Schweizer Mission Bethlehem und der AGEH (Arbeitsgemeinschaft
für Entwicklungshilfe), und den "German Doctors" von der Organisation "Ärzte
für die 3. Welt" eine Psychiatrie mit aufgebaut.
In Gemeinschaftsarbeit mit den Manobos (Ureinwohner von Bukidnon) in San Fernando (Bukidnon) ein Ureinwohner-Zentrum aufgebaut, das aus mehreren Häusern, Toiletten, einer Gemeinschaftsküche und einem Gemeinschaftsraum besteht, wo u.a. auch Versammlungen und Vorträge stattfinden können.
1996 – 1998
Aufbau einer non-formal-literacy-school, wo Manobokinder und –erwachsene lesen, rechnen, schreiben und Cebuano lernen können, was ihnen die Eingliederung in die philippinische Gesellschaft erleichtert.
Basis-Health-Education, Patientenhilfe, Familienplanung, Beratungen, Unterrichtung von Kindergruppen in Hygiene usw. Ein deutscher Arzt finanzierte privat die Ausbildung einer Mother-Class. Aus 64 Dörfern wurde eine Gruppe zusammengestellt, die von den „German Doctors“ ausgebildet wurden. Frau Kleinschmidt organisierte die Durchführung und half der Gruppe mit Erklärungen und Übungen das gerade Gelernte besser zu verstehen. Alle bestanden das Examen.
1999 - 2006
Leitung eines livelihood-projects (Existenzsicherung) in Davao-City. Frau Kleinschmidt lebte mit Menschen zusammen (Schüler, Studenten, ledige Mütter, kinderreiche Familien) die sie als Bedürftige aufgenommen hatte. Sie gab ihnen finanzielle Unterstützung, übernahm die Kosten für ärztliche Versorgung und ermöglichte den Kindern der Bedürftigen einen Schulbesuch oder eine Ausbildung. Diese Menschen wurden zu wertvollen Mitarbeitern, sie lernten alle Arbeiten, die in einem Haushalt anfallen, Hygiene im täglichen Leben, Gartenarbeit und das Miteinander-Reden, wenn Probleme auftauchen.
47 Menschen wurden in diesem Zeitraum finanziell unterstützt, auch suchtkranke Erwachsene bekamen diese Chance, sie wurden neben ihrer Arbeit therapeutisch begleitet, die meisten von ihnen sind in dieser Zeit trocken geworden.
Aufnahme von verletzten und ausgesetzten Tieren.
Durch das liebevolle Versorgen und Pflegen dieser Tiere (Hunde und Katzen) konnte sich bei den Mitarbeitern ein ganz neues Verständnis für Tiere entwickeln. Sie arbeiten mit Freude und Verantwortung und haben die Tiere lieben gelernt. Dies hat auch die Menschen positiv verändert. In Zusammenarbeit mit Tierärzten konnten sie
Tierpflege erlernen.
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In der Stadt kam es zu einem Kontakt zwischen Frau Kleinschmidt und einem rauschgiftsüchtigem Straßenkind. Sie lud das Kind zu sich nach Hause ein, gab ihm Essen, Kleidung und einen Schlafplatz.. In der Nacht lief das Kind fort, stand aber am nächsten Morgen wieder vor der Tür, zusammen mit 14 weiteren Straßenkindern im Alter von 5 – 18 Jahren, die nun ebenfalls bei ihr wohnen wollten.
Frau Kleinschmidt nahm die 15 Kinder mit behördlicher Genehmigung auf und machte die Erfahrung, dass diese Kinder bereit waren, sich helfen zu lassen und dass die Tiere eine große Hilfe in der Therapie sind.
Von den 15 aufgenommenen Straßenkindern sind 7 von ihrer Schnüffelsucht befreit, die meisten von ihnen sind zu ihren Familien zurückgekehrt.
Dieser erfolgreiche Versuch brachte Frau Kleinschmidt auf die Idee ein Kinderheim mit Rehabilitations-Zentrum für suchtkranke Kinder aufzubauen. Dafür konnten wir leider nicht die notwendige finanzielle Absicherung finden.
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2007 –
Frau Kleinschmidt betreute diese Kinder weiterhin ambulant auf der Straße. Insgesamt wurden es zwischen 10 – 15 Kinder, die sie mit Kleidung und Spielsachen versorgte, mit ihnen essen ging, ihnen zuhörte und therapeutische Gespräche führte, wenn nötig auch in Einzelgesprächen.
Einigen Kindern konnte Frau Kleinschmidt ein Leben auf der Straße ersparen. Sie bildete deren Angehörige als feste Mitarbeiter im Projekt aus und holte sie damit aus ihrer Not heraus. Für ihre Mithilfe erhalten die Mitarbeiter eine Unterstützung ("allowance"), die ihnen eine Basisabsicherung garantiert (Wohnen, Essen, Krankenversicherung und Kosten für die Ausbildung der Kinder.)
Im Moment unterstützt das Projekt auf diese Weise 3 Familien mit insgesamt zehn Kindern. Im Projekthaus kann man Hygiene im Alltag und alle hauswirtschaftlichen Arbeiten wie Kochen, Waschen, Bügeln, Putzen, Gartenpflege, Reparaturen und Tierpflege lernen.
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Weihnachtsbescherung bei den Bedürftigen |
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| Weihnachtsfeier im Projekthaus |
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